Zur Übertragung der Daten über CAN müssen alle vier CAN-Leitungen
(H, L, +, ⊥) angeschlossen werden. Die Batterie hat hier keine Bedeutung.
Symbolerklärung CAN:
H…………..CAN high
L……………CAN low
+……………+12 Volt
⊥……………Masse
Für die Übertragung über Infrarot sind keinerlei Kabel notwendig, lediglich eine 9V Blockbat-terie ist erforderlich. Die Infrarotschnittstelle ist in erster Linie für Servicezwecke gedacht. Es wird empfohlen, diese nur für den Transfer von Funktionsdaten einzusetzen! Ein Betriebssys-temdownload erfordert ein wackelfreies Anhalten des Bootloaders am Regler für mehrere Minuten (gelingt das nicht, ist die Übertragung nur mehr mit Kabel möglich)!

Position des BL-NET am Regler bei Datenübertragung über Infrarot:
Der Datentransfer von Betriebssystem und Funktionsdaten wird vom Bootloader immer mit Knoten 63 im CAN-Netzwerk durchgeführt. Diese spezielle Knotennummer dient ausschließlich für die erwähnten Datentransfers und darf keinem Gerät im CAN-Netzwerk zugewiesen werden. Das jeweilige Gerät, das auf den Datentransfer mit dem Bootloader wartet, nimmt für diesen Zeitraum automatisch die Knotennummer 63 an.
Das Gerät mit dem der Bootloader Daten austauschen soll, muss für den Datentransfer vorbereitet werden. Ist das Gerät für die Kommunikation bereit, wird der Datentransfer durch Drücken der START-Taste am BL-NET gestartet.
Wird die Start-Taste gedrückt, beginnt die grüne LED an der Frontseite des BL-NET schnell zu blinken. Dies signalisiert den Versuch des BL-NET, eine Kommunikation zum Regler herzustellen (es werden noch keine Daten übertragen!).
Leuchtet die rote LED bei der Übertragung über Infrarot zyklisch auf, dann hat die Batterie einen kritischen Spannungswert erreicht und ist so bald als möglich zu ersetzen.
Für die Funktionsdaten stehen am Bootloader 7 Speicherstellen zur Verfügung. Diese können entweder durch Daten vom Regler oder mit Funktionsdaten vom PC (mit Hilfe des Pro-gramms Memory Manager) beschrieben werden. Der Funktionsdatenupload unterscheidet sich nur in der Auswahl der Transferrichtung (REGLER ⇒ BOOTLD.) und wird hier nicht gesondert behandelt.
Ablauf:
| Ansicht Regler | Bemerkung |
|---|---|
![]() | Datenverwaltung im Hauptmenü der Regelung UVR1611 auswählen |
![]() | Daten Download: BOOTLD. ⇒ REGLER auswählen |
![]() | Gewünschte Speicherstelle der Funktionsdaten am BL-NET auswählen Die Funktionsdaten der Regelung überschreiben? Die Funktionsdaten als Werkseinstellung übernehmen? Die Regelung wechselt in den Transfermodus |
![]() | Die Regelung ist bereit für den Datentransfer. Durch drücken der Taste START am Bootloader beginnt die grüne LED am Bootloader schnell zu blinken und der Datentransfer wird gestartet. ABORT = Letzte Möglichkeit, den Datentransfer abzubrechen (rechte Taste drücken) |
![]() | Der Transfer wird ausgeführt Name der Funktionsdaten Fortschrittsanzeige |
![]() | Die Funktionsdaten wurden erfolgreich in die Regelung geladen. Nach Beendigung des Datentransfers wird am Regler die Startseite angezeigt. |
Die aktuellen Betriebssysteme können von der Homepage www.ta.co.at bezogen werden. Der Bootloader kann immer nur ein Betriebssystem verwalten. Dieser Download beinhaltet Bootsektor und Betriebssystem für den Regler. Der Bootsektor kann mit dem BIOS am PC verglichen werden. Es ist aus programmtechnischen Gründen möglich, dass sich auch der Bootsektor ändert. In diesem Fall wird bei einem Betriebssystemupdate zuerst dar Bootsektor neu aufgespielt, und erst danach automatisch der Download des eigentlichen Betriebssystems gestartet. Bei gleichem Bootsektor wird nur das neue Betriebssystem aufgespielt.
Ablauf:
| Ansicht Regler | Bemerkung |
|---|---|
![]() | Datenverwaltung im Hauptmenü der Regelung UVR1611 auswählen |
![]() | Betr.system Download: BOOTLD. ⇒ REGLER auswählen |
![]() | Die Regelung wechselt in den Transfermodus Für die Übertragung des Betriebssystems sollte generell die Kabelverbindung verwendet werden! |
![]() | Die Regelung ist bereit für den Datentransfer. Durch drücken der Taste START am Bootloader beginnt die grüne LED am Bootloader schnell zu blinken und der Datentransfer wird gestartet. |
![]() | Der Transfer wird ausgeführt. Fortschrittsanzeige |
![]() | Die Daten wurden erfolgreich zum Regler übertragen |
![]() | Achtung: werden Bootsektor und Betriebssystem aktualisiert, wiederholen sich die Schritte 4. bis 6. ohne dass der Startknopf nochmals gedrückt werden muss. Nach Beendigung des Betriebssystem - Updates wird am Regler die Startseite angezeigt. |
auszuführen. Voraussetzung hierfür ist, dass zuvor eine Ethernetverbindung eingerichtet wurde (siehe Kapitel „Datenverwaltung BL-NET). Vorgehensweise:
Im Browser wird nach Beendigung des Transfers eine entsprechende Meldung ausgegeben („erfolgreich“ oder „nicht erfolgreich“).
Tritt während der Übertragung des Betriebssystems ein Fehler auf, wartet die Regelung nach einem selbstständigen Neustart weiterhin als Knoten 63 (“NODE 63“) auf einen nochmaligen Datentransfer des Betriebssystems (“READY FOR DOWNLOAD“). Solange das Betriebssys-tem nicht vollständig auf die UVR1611 geladen wurde, besitzt die Regelung keine weitere Funktionalität.
Durch Drücken der Start-Taste am Bootloader wird der Datentransfer erneut gestartet.
Aus diesem Grund sollte aus Sicherheitsgründen ein Betriebssystemupdate nicht über Fernwartung durchgeführt werden.
Tritt während des Download von Funktionsdaten ein Fehler auf, führt die Regelung selbst-ständig einen Totalreset der Konfiguration durch. Die Netzwerkeinstellungen „Knoten-Nr.“, „Freigabe“ und „Autooperat.“ werden dabei nicht verändert. Der Datentransfer der Funktionsdaten muss noch mal durchgeführt werden.
ACHTUNG! Tritt in einem Netzwerk mit mehreren Geräten ein Übertragungsfehler auf, darf keinesfalls eine Datenübertragung auf ein anderes Gerät gestartet werden, bevor dieser Fehler behoben ist!
Generell sollte ein Betriebssystem nur upgedatet werden, wenn Funktionen, die nur das neue Betriebssystem enthält, benötigt werden (Never change a running system!). Ähnlich dem Update des PC- Bios stellt ein Betriebssystemupdate immer ein gewisses, wenn auch relativ kleines Risiko dar.