CAN Kabelwahl und Netzwerktopologie

Die Grundlagen der Busverkabelung sind in der Anleitung des UVR1611 ebenfalls ausführlich beschrieben. Somit wird hier nur auf die Terminierung eingegangen.
Jedes CAN-Netzwerk ist beim ersten und letzten Netzwerkteilnehmer mit einem 120 Ohm Busabschluss zu versehen (terminieren - mit Steckbrücke). In einem CAN- Netzwerk sind also immer zwei Abschlusswiderstände (jeweils am Ende) zu finden. Stichleitungen oder eine sternförmige CAN-Verdrahtung sind seitens der offiziellen Spezifikation nicht zulässig!

CAN-LWL optische Übertragungsstrecke

Diese Technologie stellt die störsicherste aller Fernverbindungen dar. An Stelle eines Kupferkabels wird hier ein Lichtwellenleiter 50/125μm Multimodefaser mit SC-Stecksystem verwendet.
Die Funktion dieser Technik ist bis zu einer Länge von 300 m garantiert, bis 500 m im Feldversuch getestet und alle Komponenten sind sogar auf über 1000 m ausgelegt.
Da zu jedem optischen Sender auch ein Empfänger gehört, ist bei solchen Übertragungsstrecken zwingend auf beiden Seiten ein Buskonverter notwendig. Wegen der bidirektionalen Datenübertragung ist auch ein LWL- Paar erforderlich.
LWL- Kabelkonfektionierung: Eine Kabelkonfektionierung kann nur von geschultem Fachpersonal vorgenommen werden.
Glasfaserkabel lassen sich nicht so einfach beliebig ablängen, da die Schnittfläche absolut im rechten Winkel zur Faser stehen muss und an der Schnittfläche Rauhigkeiten unter einem Mikrometer erforderlich sind. Obwohl eine Glasfaser lediglich einen Durchmesser von etwas mehr als 0,1 mm aufweist, erreicht der vollständige Aufbau eines professionellen LWL- Kabels einen Durchmesser von etwa 10 mm. Es wird meist mit zwei Leiterpaaren (zweites Paar als Redundanz) geliefert und besitzt hohe mechanische Beständigkeit und sogar einen Nagetierschutz.
Die Gesamtlänge ergibt sich aus der tatsächlichen geografischen Verlegedistanz plus 2m Überstand auf beiden Seiten. Nach dem Verlegen und vor dem Anschließen wird der Überstand zusammengerollt (Durchmesser nicht kleiner als 200 mm) und auf einem Montagebrett mit Schellen neben dem Konverter auf der Wand befestigt. Bis zu 100m Länge kann das Kabel bestellt und selbst in einen Schutzschlauch eingezogen werden. Über dieser Länge ist wiederum geschultes Fachpersonal zum „Einblasen“ erforderlich. Die Firma Technische Alternative GmbH arbeitet in diesem Bereich mit der auf allen Kontinenten tätigen Firma NBG Fiber - Optic GmbH zusammen. Sie fertigt das Kabel in der gewünschten Länge mit den SCSteckern und in der geforderten optischen Qualität und stellt zur Verlegung bei Bedarf auch Fachpersonal und Einblasaparaturen zur Verfügung.

M-Bus (Messbus)

Der M-Bus ist ein Master- Slave- System mit einer Übertragungsrate von 2,4 kBaud und für die Datenauslesung von Energie- und Volumenzählern (Strom, Wärme, Wasser, Gas) entwickelt worden. Ein einfaches zweiadriges Kabel reicht als Verbindung vollkommen aus. Der Slave darf sich vom Bus versorgen. Der Buskonverter (Master) liest zyklisch die Werte der einzelnen Geräte aus. Dieser Buskonverter ist als Master für den parallelen Anschluss von maximal drei Energiezählern geeignet.

EIB (Europäischer Installationsbus) - neue Bezeichnung KNX

Der EIB verbindet Sensoren und Aktuatoren im Hausinstallationbereich. Auch er arbeitet mit einer Zweidrahtleitung und die Slaves dürfen sich ebenfalls vom Bus versorgen. An das Kabel werden etwas erhöhte Forderungen gestellt (verdrillt). Die Datenrate ist mit 9,6 kBaud festgelegt.
Es werden als Datentypen die EIS-Type 1 (digital) und die EIS-Type 5 (analog) unterstützt. Es besteht die Möglichkeit in jede Richtung (KNX → CAN und CAN → KNX) jeweils 16 analoge Werte und 16 digitale Werte zu übertragen.

can_bc/schnittstellenbeschreibung/kabel_netzwerktopologie.txt · Zuletzt geändert: 10/10/2011 08:49 (Externe Bearbeitung)
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