Bevor die einzelnen Funktionen definiert werden, muss über das Browser-Menü „GSM“ das GSM-Modul parametriert werden. Vor Einlegen der SIM-Karte muss die PIN-Abfrage deaktiviert werden. Dies kann mit Hil-fe eines Mobiltelefons erfolgen. Bei Inbetriebnahme des Bootloaders mit dem GSM-Modul und eingelegter aktivierter SIM-Karte erfolgt die Initialisierung: die rote LED blinkt und statt des Netzbetreibers erfolgen na-cheinander die Anzeigen „kein GSM Modul vorhanden“, „suche Netz“, „INIT“, „DATEN“ und „INIT“. Sobald die rote LED dauerhaft leuchtet wird der Netzbetreiber angezeigt und die Initialisierung ist abgeschlossen.
Es wird empfohlen, die Einstellungen für die Kontakte mit „Kontakt testen“ zu testen.
Bevor jedoch ein E-Mail-Kontakt getestet werden kann, müssen die WAP – MAIL – Ein-stellungen durchgeführt werden.
Unterhalb von Kontakt 5 befindet sich das Menü für die SMS - Zuweisung:

Einstellungen für Netzwerkein- und ausgänge des Bootloaders, der Gruppenabfragen und der WAP/MAIL-Einstellungen.
Es können folgende Fehlermeldungen im Menü GSM angezeigt werden:
| ERROR: SIMKARTE | fehlende oder fehlerhafte SIM-Karte |
| ERROR: PIN | nicht aktivierter oder falscher PIN-Code |
| ERROR: SMS | Fehler beim SMS-Versand |
| ERROR: MAIL | Fehler beim Mailversand |
| ERROR: DATEN | Fehler beim Aufbau einer Datenverbindung |
Alle Texte (Bezeichnungen, Ereignistexte), die per SMS oder Mail gesandt werden, dürfen nur aus den Zeichen A-Z bzw. 0-9 bestehen. Sie dürfen also keine Sonderzeichen enthalten (zB. ä, ü, ö, á, č, +, :, & etc.). Die Groß-/Kleinschreibung muss nicht beachtet werden. Eine Ausnahme bilden die speziellen Text-Befehle für den Heizkreis und die Befehle ein/aus für die digitalen Netzwerkausgänge: Diese Befehle müssen je nach Versionssprache des BL-NET (andere Sprachen als Deutsch ab GSM-Modul Version 1.4) exakt so geschrieben werden, wie sie in der folgenden Tabelle angeführt werden (inkl. Sonderzeichen):
| Deutsch | Standby | Zeit | Normal | Abgesenkt | intern | ein | aus | ||
| Englisch | standby | time | normal | lowered | internal | on | off | ||
| Französisch | standby | temps | normal | réduit | interne | marche | arrêt | ||
| Italienisch | standby | tempo | normale | abbassato | interno | on | off | ||
| Spanisch | standby | tiempo | normal | reducido | interno | on | off | ||
| Portugisisch | standby | tempo | normal | reduzido | interno | ligar | desligar | ||
| Tschechisch | pohotovost | cas | normal | snizeny | interni | zap | vyp | ||
| Niederländisch | standby | tijd | normaal | verlaagd | intern | een | uit | ||
| Dänisch | Standby | Tid | Normal | Sänket | Intern | On | Off |
Bei der Eingabe des Passwortes muss die Groß-/Kleinschreibung beachtet werden.
In diesem Untermenü werden die analogen Eingänge des Bootloaders BL-NET konfiguriert und die Kontakteinstellungen eingegeben. Die Werte dieser Eingänge können mit der SMS-Abfrage „Bezeichnung?“ abgefragt werden.
Beispiel: Ist die Ereignisschwelle eine Temperatur, so ist zu beachten, dass der Wert ohne Komma angegeben werden muss, im Beispiel: „300“ bedeutet 30,0°C. Der aktuelle Wert kann mit einem SMS Speicher? abgefragt werden. Als Antwort kommt zB. ein SMS an die Nummer, von der die Abfrage gesendet wurde, mit dem Text Speicher = 46.8C! („C“ bedeutet „°C“). Außerdem ist ein Ereignis definiert, durch das beim Unterschreiten von 30°C ein SMS oder/und E-Mail mit dem Text Stoerung /Speicher = 29.0C automatisch an die ausgewähl-ten Kontakte versendet wird.
In diesem Untermenü werden die digitalen Eingänge des Bootloaders BL-NET konfiguriert und die Kontakteinstellungen eingegeben. Die Werte dieser Eingänge können mit der SMS-Abfrage „Bezeichnung?“ abgefragt werden.
Beispiel: Der aktuelle Wert kann mit einem SMS Heizungspumpe? abgefragt werden. Als Antwort kommt zB. ein SMS an die Nummer, von der die Abfrage gesendet wurde, mit dem Text Heizungspumpe = Aus! .
Außerdem ist ein Ereignis definiert, durch das beim Ausschalten der Pumpe ein SMS und/oder Mail mit dem Text Meldung /Heizungspumpe=aus automatisch an die ausgewählten Kontakte versendet wird.
Das Ereignis „H/L“ bedeutet eine Zustandsänderung von „EIN“ (=High bzw. „1“) auf „AUS“ (=Low bzw. „0“), das Ereignis „L/H“ eine Zustandsänderung von „AUS“ auf „EIN“.
Wenn ein CAN-Eingang geändert werden soll, wird die entsprechende Eingangsnummer eingegeben, die gewünschte Eintragung geändert und gespeichert.
Die CAN - Eingänge können auch ausgehend vom Menü „CAN-Bus“ in den Untermenüs „analoge Eingänge“ bzw. „digitale Eingänge“ parametriert werden.
Dieses Menü erlaubt die Definition von Gruppen, um nicht nur einzelne Werte abfragen zu müssen, sondern mittels Gruppenbezeichnung ganze Blöcke an Werten. Es können bis zu 8 Gruppen mit maximal 20 Werten pro Gruppe definiert werden. Die Werte dieser Gruppen können mit der SMS-Abfrage „Bezeichnung?“ abgefragt werden.
Beispiel: Die aktuellen Gruppenwerte können mit einem SMS Anlage? abgefragt werden. Als Antwort kommt ein SMS an die Nummer, von der die Abfrage gesendet wurde, mit dem Text für alle Werte der Gruppe. Wenn der gesamte Text mehr als 160 Zeichen umfasst, wird ein zweites SMS gesendet.
Wichtige Hinweise: Für die Bezeichnungen der analogen und digitalen Eingänge und der Gruppen sind ver-schiedene Namen zu verwenden.
SMS-Abfragen enden immer mit einem Fragezeichen nach der Bezeichnung. Groß- bzw. Kleinschreibung der Bezeichnungen spielen keine Rolle.
Im Menü „Ausgänge Analog“ werden analoge CAN-Netzwerkausgänge des Bootloaders konfiguriert, deren Wert per SMS gesetzt werden kann. Ein SMS-Befehl wird mit einem Wert ohne Komma (zB. 250 für 25,0°C) definiert (zB. SMS: „Bezeichnung:250!“). Zusätzlich kann mit den Befehlen Standby, Zeit, Normal, Abgesenkt und intern die Betriebsart eines Heizkreises per SMS geändert werden.
| Sendedauer: | Anzahl der Ausgaben auf den CAN-Bus Einstellung: 1, 3 oder ∞ (unendlich) |
| Alternativwert: | Ausgabe eines Wertes nach Beendigung der Ausgabe der Befehlswerte auf den CAN-Bus (Wert ohne Komma, zB. 400 = 40,0°C) |
Beispiel: Ein SMS-Befehl Warmwasser:600! setzt den Wert des analogen Netzwerkaus-ganges mit der Bezeichnung Warmwasser auf den Wert 600 (=60,0°C). Ebenso ist ein SMS-Befehl Warmwasser:60.0! möglich (es wird ein Wert 600 = 60,0°C an den CAN-Bus weitergegeben). Wird jedoch nur Warmwasser:60! gesendet, dann wird nur ein Wert 60 (= 6,0°C) an den CAN-Bus übergeben.
Als Bestätigung kommt zB. ein SMS mit dem Text Warmwasser=600 an die Nummer, von der die Abfrage gesendet wurde, zurück.
Mit den Befehlen Standby, Zeit, Normal, Abgesenkt und intern kann die Betriebsart eines Heizkreises per SMS geändert werden. Diese Befehle werden vom Bootloader als analoge Zahlen an das CAN-Netzwerk weitergegeben.
Die Befehle Standby, Zeit, Normal, Abgesenkt und intern werden vom Bootloader als analoge Zahlen an das CAN-Netzwerk weitergegeben. Dazu muss an der UVR1611 der entsprechend parametrierte analoge Netzwerkeingang mit dem Eingang „Externer Schalter“ der Heizkreisregelungsfunktion verknüpft sein (siehe Bedienungsanleitung UVR1611, Funktion Heizkreisregler/Externer Schalter).
Im obigen Beispiel wurde dem Netzwerkausgang Analog 2 des Bootloaders die Bezeichnung „Heizung“ zugewiesen. Mit einem SMS Heizung:Abgesenkt! wechselt der Heizkreis in den Absenkbetrieb, wogegen nach der SMS Heizung:intern! wieder der interne Betriebszustand der Regelung aktiv wird. Als Bestätigung für den Befehl kommt zB. ein SMS mit dem Text Heizung=abgesenkt zurück.
Wertausgabe bei analogen Befehlen mit Texteingabe auf den CAN-Bus:
| Texteingabe | Wert innerhalb Sendedauer nach SMS-Empfang | Wert nach Sendedauer nach SMS-Empfang |
|---|---|---|
| Standby | 64 | Alternativwert |
| Zeit | 65 | Alternativwert |
| Normal | 66 | Alternativwert |
| Abgesenkt | 67 | Alternativwert |
| intern | 127 | Alternativwert |
In der im Beispiel gewählten Einstellung „Sendedauer: 3“ sendet der Bootloader im Minutentakt nach 3 Wiederholungen des Befehlswertes den „Alternativwert“ (Im Beispiel: 0). Dieser Wert (0) führt zu keinen weiteren Änderungen beim Heizkreisregler. Nach Ablauf der Sendedauer kann die Betriebsart wieder händisch geändert werden (zB. am Raumsensor RAS, am CAN-Monitor, am Regler selbst oder über Browser).
ACHTUNG! Wird während der Sendedauer eine händische Änderung der Betriebsart vorgenommen, so „merkt“ sich der Regler zwar diese Änderung, übernimmt sie aber erst, wenn der SMS-Befehl Heizung:intern! (oder Alternativwert 127) gegeben wird. Wurde in dieser Zeit eine andere Betriebsart als „RAS“ gewählt, so kann diese Betriebsart nach Ablauf der Sendedauer am RAS nicht geändert werden, sondern nur am Regler, am CAN-Monitor oder über den Browser.
Im Menü „Ausgänge Digital“ werden digitale CAN-Netzwerkausgänge des Bootloaders konfiguriert, deren Wert per SMS gesetzt werden kann. Ein SMS-Befehl wird mit den Werten ein! bzw. aus! gesetzt (zB. Bezeichnung:ein!).
Beispiel: Ein SMS-Befehl Freigabe Pumpe:ein! setzt den Wert des digitalen Netzwerkaus-ganges mit der Bezeichnung Freigabe Pumpe auf den Wert EIN. Als Bestätigung kommt zB. ein SMS mit dem Text Freigabe Pumpe=ein an die Nummer, von der die Abfrage gesendet wurde, zurück. Wichtige Hinweise: Für die Bezeichnungen der analogen und digitalen Ausgänge sind verschiedene Namen zu verwenden. SMS-Befehle enden immer mit einem Rufzeichen nach der Bezeichnung. Groß- bzw. Kleinschreibung der Bezeichnungen spielen keine Rolle.
Im Menü „WAP – MAIL“ müssen die Einstellungen für den E-Mailversand und das Firmware-Update des GSM-Moduls eingegeben werden.
Nach jeder Eingabe eines Wertes muss das Speicherhäkchen aktiviert werden.
Zum Schutz vor unbefugtem Zugang zum Modul sollte ein Passwort vergeben werden. Um diesen Passwortschutz zu aktivieren muss mindestens eine Kontaktnummer im Menü „GSM“ eingetragen sein. Wenn keine Kontaktnummer eingetragen ist, kann auch bei gesetztem Passwort von jeder beliebigen Nummer aus abgefragt werden. Bei gesetztem Passwort und zumindest einer eingetragener Kontaktnummer kann man von einer anderen Nummer Abfragen oder Befehle erstellen, wenn man vor der Abfrage bzw. vor dem Befehl das Passwort setzt und mit Strichpunkt (;) abschließt. Beim Passwort muss die Groß-/Kleinschreibung beachtet werden!
Beispiel: Passwort = ta (= Werkseinstellung) SMS Abfrage: ta;Kollektor?
Setzen und Löschen des Passwortes Das Setzen oder Löschen des Passwortes kann nur von einer der angeführten Kontaktnummern aus durchgeführt werden. Es reicht nicht aus, wenn am Beginn der SMS das Passwort steht.
Befehl Passwort setzen: setpw:Passwort!
Befehl Passwort löschen: pwclear! Ein Reset des Bootloaders auf Werkseinstellung bewirkt kein Löschen des Passwortes im GSM-Modul.
Mit dem SMS-Befehl software? kann die Version des GSM-Moduls abgefragt werden. Man erhält ein SMS mit Angabe der Java Version, der Modul-Software (zB. 1.4.0 = Version 1.4) und der IMEI-Nummer.
Mit dem Updatebefehl kann das GSM-Modul auf einen neuen oder älteren Softwarestand gebracht werden. Der SMS-Befehl kann nur von einer der eingetragenen Kontaktnummern aus gesandt werden.
Befehl Update: zB. Update auf Version 1.4: update:4!
Die notwendige Bezeichnung kann den update-Hinweisen unserer Homepage entnommen werden.
Bei einem Update können, entsprechend dem Vertrag bei Ihrem Mobilfunkanbieter, Kosten für die Datenübertragung anfallen! (ca. 70 KB)
Für eine sichere Stromversorgung muss ein 12V-Netzteil (CAN-NT) eingesetzt werden. Damit ein automatisches SMS oder Mail im Falle eines Stromausfalles gesandt werden kann (Aktivierung „Versorgung“ bei den Kontaktdaten), ist zusätzlich der Einbau einer 9V Batterie im Bootloader erforderlich.