In Firmennetzwerken mit Administrator muss die IP-Adresse vom Administrator angefordert werden. Die folgende Anleitung ist für private Heimnetzwerke gedacht. Vor dem Einbinden eines BL-NET in ein LAN-Netzwerk muss dieser zuerst über die USB-Schnittstelle entsprechend konfiguriert werden:
1.) Entweder das Programm Winsol und/oder Memory Manager müssen am PC installiert sein.
2.) Den Bootloader über USB mit dem PC verbinden. Ist der benötigte USB- Treiber am PC noch nicht installiert, muss dies nun geschehen (siehe dazu USB- Treiber Installation).
3.) Der Bootloader muss für das Konfigurieren über CAN-Bus, DL oder durch eine eingelegte Batterie mit Spannung versorgt werden.
4.) Eines der oben erwähnten Programme starten und im Setup- Bereich auf „TEST COM“ klicken. Das Programm sucht an den (virtuellen) COM- Schnittstellen (COM 1 bis COM 6) nach dem Bootloader.
5.) Wurde ein BL-NET gefunden, kann die Schnittstelle mittels „ÜBERNEHMEN“ automatisch in das Setup übernommen und die Einstellungen mit „SPEICHERN“ gesichert werden. Findet die Software keinen BL-NET, so fehlt dem Gerät entweder die Versorgung (siehe 3.), oder ein anderes USB- Gerät verhindert mit seiner Software die Erkennung. In diesem Fall muss während der Einbindung die Software des betreffenden Gerätes geschlossen werden.
6.) In Windows unter Start → Ausführen mit „cmd“ die Eingabeaufforderung starten.
7.) Mit dem Befehl „ipconfig“ werden die Netzwerkeinstellungen des PC ermittelt:
Die IP- Adresse 192.168.10.20 des PC und die Subnetzmaske 255.255.255.0 des LAN-Netzwerks notieren.
Aus der Subnetzmaske und der IP- Adresse des PC ist ersichtlich, dass alle IP-Adressen in diesem Netzwerk mit 192.168.10.xxx beginnen müssen.
8.) Dem Bootloader muss eine IP-Adresse zugewiesen werden, die im Netzwerk noch nicht vorhanden ist. Mit dem Befehl „ping“ kann in der Eingabeaufforderung überprüft werden, ob z.B.: die IP-Wunschadresse 192.168.10.200 frei ist:
Da auf das obige „ping“ eine Antwort empfangen wurde, ist die IP-Adresse 192.168.10.200 im Netzwerk bereits einem Gerät zugewiesen und kann für den BL-NET nicht mehr verwendet werden. Es wird daher ein neuer Versuch mit der IP-Adresse 192.168.10.210 gestartet:
Die IP-Adresse 192.168.10.210 wird noch nicht verwendet (keine Rückmeldung auf das „ping“) und kann daher dem BL-NET zugewiesen werden.
9.) Die Konfiguration der Ethernet-Schnittstelle des BL-NET erfolgt im Memory Manager im „SETUP“ unter „Bootloader konfigurieren“ und in Winsol ist diese Eingabemaske unter (Datei → Modul → Bootloader konfigurieren) zu finden:
| IP- Adresse: | Dem BL-NET wird die mit „ping“ ermittelte, freie IP-Adresse zugewiesen. |
|---|---|
| Subnet- Mask: | Die Subnetzmaske des Netzwerks, welche mit „ipconfig“ ermittelt wurde. |
| Gateway: | Der Gateway wird zur Zeit nicht verwendet. |
| BLD- Nummer: | Sind mehrere Bootloader mit dem LAN-Netzwerk verbunden, muss jedem Bootloader eine andere BLD-Nummer zugewiesen werden! |
| HTTP-Port: | Der Port über den mittels Browser auf den Bootloader zugegriffen werden kann, ist frei einstellbar (Standard ist Port 80) |
| TA- Port: | Über diesen Port läuft die Kommunikation von Winsol und Memory Manager mit dem BL-NET. Es wird empfohlen, den Port auf Werkseinstellung 40000 zu belassen. |
Mit „OK“ werden die Einstellungen in den Bootloader übertragen und dieser startet mit geänderter Konfiguration (IP-Adresse, etc.) neu.
10.) Da der Bootloader nun korrekt für das Netzwerk konfiguriert ist, kann er in das Netzwerk integriert werden. Es ist dabei zu beachten, dass die Ethernet-Schnittstelle des BL-NET nur bei vorhandener CAN-Bus Verbindung aktiviert ist!
11.) Nachdem der Bootloader vorbereitet wurde, muss nun auch die PC-Software die richtige IP-Adresse und den entsprechenden Port kennen. Unter Punkt 9 wurde nur das Gerät konfiguriert. Da in einem LAN-Netzwerk auch mehrere Bootloader angeschlossen werden können, sind diese Angaben in der Software (Winsol bzw. Memory Manager) noch einmal erforderlich, um den richtigen BL-NET anzusprechen.
12.) Mittels „Test IP“ kann abschließend die Ethernetverbindung überprüft werden. Ab nun ist der Zugriff über den Browser (Opera, Internet Explorer, …) mit Hilfe der IP-Adresse auf den BL-NET und in weiterer Folge auf das CAN-Netzwerk (UVR1611) möglich.
Achtung! Beim Downgrade von der Version 2.10 auf 1.43 und auch beim neuerlichen Upgrade auf die Version 2.10 wird die IP-Adresse nicht übernommen. Daher ist zwingenderweise eine USB-Verbindung erforderlich!