Das Setup enthält die für eine ordnungsgemäße Kommunikation zwischen PC und Bootloader notwendigen Einstellungen.
In diesem Bereich wird ausgewählt, ob das Datenlogging über den DL-Bus oder den CAN-Bus erfolgen soll (ab Winsol Version 1.20). CAN-Datenlogging ist nur mit dem Bootloader und nicht mit dem D-Logg möglich.
Programmierung mit TAPPS / Einstellungen am Regler
![]() | Einstellung für Datenlogging über DL-Bus |
| ODER | |
![]() | Einstellung CAN-Datenlogging |
| Die gewünschten Werte für das CAN-Datenlogging müssen am Regler im Menü „Netzwerk/Datenlogging“ definiert werden. Somit ist es auch möglich, Daten aus Funktionen mit zu loggen (z.B. die errechnete Vorlaufsolltemperatur des Heizkreises). | |
| Wichtige Hinweise zu CAN-Datenlogging: Im CAN-Netzwerk muss ein Regler die Knotennummer 1 besitzen, damit der Zeitstempel dieses Reglers vom Bootloader übernommen werden kann. Dieser Regler muss mindestens die Version A3.18 haben. Folgende Einheiten werden als Temperatur ausgegeben: l/Impuls, V, mA, Impuls, kOhm, km/h, bar, % Raumfeuchte. Dimensionslose Werte (z.B. Zählerstände,) können nicht geloggt werden. | |
![]() | Der Bootloader ändert das Datenlogging-Verfahren erst, wenn die Einstellungen gespeichert werden. |
| Es folgt dann z.B. die Abfrage: | ![]() |
Beim Umschalten zwischen CAN-Datenlogging und Datenlogging über DL-Bus werden die bereits geloggten Daten gelöscht. Nach dem Umschalten des Datenlogging-Verfahrens, muss ein Reset durchgeführt werden, d.h. der Bootloader muss kurz von der Spannungsversorgung getrennt werden (Datenleitung bzw. CAN-Bus abstecken, ev. vorhandene Batterie entnehmen) oder im Browser muss im Submenü „Ethernet“ ein Neustart des BL-NET durchgeführt werden.
![]() | Für die Datenübermittlung über den CAN-Bus müssen die Datenrahmen konfiguriert werden. |
| Anzahl: | Es können bis zu 8 Datenrahmen mehrerer UVR 1611 konfiguriert werden. |
|---|---|
| CAN Knoten: | Angabe der Knotennummer des Reglers, dessen Daten aufgezeichnet wer-den sollen. |
| Datensatz: | Jeder Regler kann max. 26 digitale und 32 analoge Werte ausgeben, die im Menü „Netzwerk/Datenlogging“ des UVR 1611 oder im Programm „TAPPS“ definiert werden. Ein Datensatz besteht aus max. 13 digitalen Werten, 16 analogen Werten und 2 Wärmemengenzählern. Daher werden die Daten auf 2 Datensätze aufgeteilt, wenn mehr als 16 analoge oder 13 digitale Werte oder 2 Wärmemengenzähler pro Regler aufgezeichnet werden sollen, oder wenn Werte mit Nummern des Datensatzes 2 eingegeben werden: |
| Digital | Analog | WMZ | |
|---|---|---|---|
| Datensatz1 | 1-13 | 1-16 | 1-2 |
| Datensatz2 | 14-26 | 17-32 | 3-4 |
![]() | Mit dem Befehl “Test Com“ ist, unabhängig von den Setup-Einstellungen, ein automatisches Suchen des Bootloaders an den von Winsol unterstützten COM- Schnittstellen möglich. |
Type und Anzahl der zu erfassenden Regelungen werden beim DL-Datenlogging (Modul-Kennung „A8“ oder „D1“) vom Bootloader automatisch erkannt. Der Bootloader zeigt somit bei “Test Com“ immer die zuletzt erfassten Gerätetypen an. Beim CAN-Datenlogging wird hier die Anzahl der Datenrahmen angezeigt (wie beim Abschnitt „Test IP“ abgebildet). Das CAN-Datenlogging muss im Programm Winsol aktiviert sein (siehe Kapitel „Auswahl des Datenlogging-Verfahrens)
Mit “Übernehmen“ können die ermittelten Parameter in das Setup übertragen werden.
![]() | “Test IP“ hat dieselbe Funktion wie „Test COM“, allerdings für die Verbindung über Ethernet. “Test IP“ führt erst dann zu einem gültigen Ergebnis, wenn zuvor die Ethernet – Schnittstelle des BL-NET parametriert, sowie die IP-Adresse und auch der Port des Bootloaders im Winsol – Setup korrekt angegeben wurden. Siehe dazu auch den Abschnitt „Einbinden des BL-NET in ein LAN-Netzwerk“. |
In diesem Beispiel wurde CAN-Datenlogging gewählt (Modul-Kennung „DC“). Daher wird die Anzahl der Datenrahmen angezeigt.
Mit “Übernehmen“ können die ermittelten Parameter in das Setup übertragen werden.
Bei Erstinbetriebnahme oder Problemen mit der Ethernetschnittstelle bitte wie unter „Einbinden des BL-NET in ein LAN- Netzwerk“ beschrieben vorgehen.
![]() | Mit dem Abspeicherkriterium wird festgelegt wann der Bootloader einen “Datensatz“ (alle erfassten Messwerte zu einem Zeitpunkt) speichern soll. |
Es stehen zwei Kriterien zur Verfügung:
Kriterium = 40 Sek). Ein kleines Zeitkriterium führt zu großen Datenmengen und ist nur kurzfristig für Detailuntersuchungen zu empfehlen. Weiters können bei einem Abspeicherkriterium unter einer Minute später nicht alle Datensätze in eine Excel- Tabelle konvertiert werden, da Excel maximal 65536 Zeilen pro Tabelle verwalten kann.Die maximale Anzahl der “Datensätze“, die der Bootloader speichern kann, hängt von Type und Anzahl der zu erfassenden Regelungen ab.
| Anzahl der Datensätze | ||
|---|---|---|
| Regelungstyp | bei 1xDL | bei 2xDL |
| UVR1611, UVR61-3 | 8000 | 4000 |
| ESR21, ESR31 | 16000 | 8000 |
| alle anderen | 32000 | 16000 |
| Max. Anzahl an Datensätzen beim CAN-Datenlogging | 1 Rahmen | 2 Rahmen | … | 8 Rahmen |
|---|---|---|---|---|
| Datensätze: | 8000 | 4000 | … | 1000 |
Ein Überlauf des Speichers führt zum Überschreiben der ältesten Daten.
Der Befehl “Speichern“ überträgt das gewählte Speicherkriterium zum Bootloader und legt alle Setup- Einstellungen am PC ab.
Bei jedem Aufruf eines Befehls aus der Menüleiste greift Winsol auf die gespeicherten Setup- Einstellungen zu. Darum müssen Änderungen immer gespeichert werden, bevor ein anderes Menü aufgerufen wird!