MENÜ Funktionen

Die Grundlagen des Funktionsmenüs

Im Menü “Funktionen” werden alle regelungstechnischen Verknüpfungen festgelegt und parametriert (es wird darin die Regelungstechnik der gesamten Solar- und Heizungsanlage beschrieben!). Zu die-sem Zweck besitzt das Gerät eine Reihe von Funktionsmodulen, die nacheinander und auch mehrmals in die Liste “Funktionen” eingetragen werden können.

Prinzipskizze eines Funktionsmoduls

Über die Eingangsvariablen des Funktionsmoduls erhält das Modul alle zur internen Entscheidung erforderlichen Daten. Das werden großteils Temperaturen sein. Weiters besitzt jedes Modul die Eingangsvariable “Freigabe” die als generelle Erlaubnis zum Abarbeiten der Aufgabe angesehen werden kann.
Innerhalb des Funktionsmoduls werden mit Hilfe der Daten und Einstellungen die Entscheidungen und Sollwerte berechnet und als Ausgangsvariable zur Verfügung gestellt.
Ein Funktionsmodul kann im Gesamtsystem daher nur dann Aufgaben erfüllen, wenn es mit seinen Ein- und Ausgangsvariablen mit anderen Teilen des Systems (Eingänge, Ausgänge, andere Module) verbunden ist.

Folgende Module stehen derzeit zur Verfügung

  • Solarregelung = Differenzregler samt diversen Hilfsfunktionen
  • Solarvorrang = Vorrangvergabe unter mehreren Solardifferenzreglern
  • Startfunktion = Starthilfe für Solaranlagen
  • Kühlfunktion = Kühlung eines überhitzten Solarspeichers über Nacht
  • Heizkreisregler = ein Mischerregler samt Heizkreispumpe
  • Mischerregelung = Konstanthalten einer Temperatur mittels Mischer
  • Vergleich = Vergleich zweier Temperaturen miteinander (= Thermostat)
  • Ladepumpe = Differenz- und Thermostatsteuerung einer Ladepumpe
  • Anf. Heizung = Brenneranforderung durch den Pufferspeicher
  • Anforderung WW = Brenneranforderung vom Warmwassersystem
  • Kesselkaskade = steuert die Brenneranforderung von max. drei Kesseln
  • Zirkulation = Zeit- und Temperatursteuerung einer Zirkulationspumpe
  • PID- Regelung = Drehzahlregelung
  • Analogfunktion = sucht die kleinste / größte Temperatur oder den Durchschnitt
  • Profilfunktion = erzeugt zeitbezogene (Temperatur-) Werte (z.B.: für Estrichaush.)
  • Logikfunktion = UND-, ODER-, Haltefunktion (Flip- Flop)
  • Schaltuhr = frei verwendbare Zeitschaltuhr
  • Timer = frei verwendbare Zeitintervallfunktion
  • Synchronisation = erzeugt datumsbezogene Schaltsignale
  • Wärmemengenzähler = Energieerfassung
  • Zähler = frei verwendbarer Intervall- oder Betriebsstundenzähler
  • Wartungsfunktion = als Schornsteinfegerhilfe und zur Abgasmessung
  • Funktionskontrolle = frei verwendbare Überwachung von Sensoren und Differenzen
Menü- Meldungen = Überwachung der Anlage und Ausgabe von Fehlermeldungen

Das Modul Meldungen ist auf Grund seiner Eigenschaften direkt im Grundmenü eingetragen.

In die Funktionsliste können maximal 44 Module eingetragen werden! Bei Verwendung vieler speicherintensiver Funktionen (z.B. Heizkreisregler) kann sich diese Anzahl verringern.

Es soll nun an Hand eines Beispiels eine neue Funktion festgelegt werden. Anzeigebeispiel aus den Menü Funktionen:

Displayausgabe Erklärung
5: LADEPUMPE der Funktion 5 wurde bereits das Funktionsmodul
LDPUMPE 1 PAR? “Ladepumpe” zugeordnet
6: NEUE FUNKTION
- - - - - PAR? ein neues Modul kann eingetragen werden

Ein neues Funktionsmodul lässt sich unter folgender Vorgangsweise hinzufügen: Zeiger auf PAR? der neuen Funktion stellen und das Scrollrad drücken. Am Display erscheint folgender Text:

Displayausgabe
TYP: HEIZKREISREGELUNG
BEZ.: - - - - -
Umfang ZEITPROGRAMM:
Anzahl Progr.: 1

Der Computer schlägt momentan als neue Funktion das Modul HEIZKREISREGELUNG mit allen seinen Zusätzen vor. Unter der Annahme, das Modul SOLARREGELUNG soll hinzugefügt werden, wird unter “TYP.:” also durch einen erneuten Druck auf das Rad zur Auswahl eines Funktionsmoduls umgeschaltet (der Rahmen leuchtet orange und der Zeiger ändert seine Form). Mit dem Scrollrad lässt sich aus den Modulen das Gewünschte wählen. Durch einen erneuten Druck auf das Rad wird das neue Modul SOLARREGELUNG aufgerufen.
Anzeigebeispiel:

Displayausgabe
TYP: SOLARREGELUNG
BEZ.: - - - - -
HINZUFUEGEN ? nein

In der Zeile BEZ.: (Bezeichnung) kann ein Text für das Modul (mit der üblichen Bedienung - drücken / Text wählen / drücken) gewählt werden. Unter der Annahme, dass bereits als Funktionsnummer 1 ein Solarkreis mit der Bezeichnung “SOLAR 1” besteht, fällt die Wahl auf “SOLAR 2”.
Weiters ist die Frage “HINZUFUEGEN ? nein” mit ja zu beantworten. Der Computer hat nun das Modul SOLARREGELUNG mit der Nummer 6 in die Liste übernommen und blendet sofort das Menü dieser Funktion, das ist nun das Modul Solarregelung Solar 2, ein.
Daraus ergibt sich folgendes Anzeigebeispiel:

Displayausgabe
BEZ.: SOLAR 2
FUNKTIONSSTATUS:
EINGANGSVARIABLE:
AUSGANGSVARIABLE:
KOLLEKTORTEMP:
KOLL.IST: - - - - -
KOLL.MAX: 130 °C
und so weiter

Eingangsvariable

stellen sowohl das Bindeglied zu Sensoren als auch zu möglichen vorbereiteten Ausgangsvariablen aus anderen Funktionsmodulen oder definierbaren Parametern dar. Typische Eingangsvariable des Moduls SOLARREGELUNG sind der Kollektor- und der Speicherfühler. Eine andere typische Eingangsvariab-le für das Modul ANFORDERUNG HEIZUNG ist die errechnete Vorlaufsolltemperatur (Vsoll) des Moduls HEIZKREISREGELUNG. Es können unter Umständen aber auch einfache Parameter als Eingangsvariable definiert sein, wenn es sinnvoll ist, Rechenergebnisse eines Funktionsmoduls (= dessen Ausgangsvariable) als Thermostat-schwelle im neuen Block zu verwenden. So ist die min- Schwelle des Moduls LADEPUMPE kein Funktionsparameter, sondern eine Eingangsvariable.
Grundsätzlich verfügt jedes Funktionsmodul über die Eingangsvariable “Freigabe …..”, die eine grund-legende Erlaubnis der gesamten Funktion darstellt. Dadurch wird eine einfache Sperre bzw. Freigabe des gesamten Moduls durch ein anderes erreicht.
Anzeigebeispiel:

Displayausgabe Erklärung
BEZ.: HEIZKR.2
FUNKTIONSSTATUS:
EINGANGSVARIABLE:
AUSGANGSVARIABLE:
BETRIEB: ZEIT/AUTO weitere Textzeilen durch Scrollen

Zeiger auf “EINGANGSVARIABLE:” stellen und Rad drücken (im Folgenden nur mehr mit “Einstei-gen” bezeichnet). Daraus folgt das Anzeigebeispiel:

Displayausgabe
HEIZKR.2
FREIGABE HEIZKREIS:
Quelle: Benutzer
Status: EIN

Die Zeile “FREIGABE HEIZKREIS:” ist die grundlegende Erlaubnis der gesamten Funktionsmoduls. Der Benutzer als “(Signal-) Quelle” hat die Freigabe erteilt (EIN).

Anstelle von Benutzer kann eine andere Freigabequelle gewählt werden. z.B.:

  • Eingang - das macht im Beispiel nur Sinn, wenn nachfolgend ein Eingang gewählt wird, der bei der Eingangsparametrierung auf DIGITAL (als Steuereingang) gestellt ist.
  • Ausgang - In manchen Fällen werden Ausgänge des Reglers von mehreren Modulen angesteuert (z.B. gemeinsame Solarpumpe). Über Ausgang kann auch ein gemeinsamer Ausgang als Freigabe-steuerung verwendet werden.
  • NW-Status - Die Freigabe erfolgt aufgrund des NW-Status
  • Sensorstatus - oder des Sensorstatus.
  • Meldung - Die Freigabe des Funktionsmoduls hängt vom Status einer Meldung ab.
  • Netzwerk - Ein Funktionsmodul eines anderen Reglers aus dem CAN- Netzwerk ist für die Freischaltung der Funktion HEIZKR.2 zuständig.
  • Jede andere bereits festgelegte Funktion kann die Funktion HEIZKR.2 schalten

Wurde als Quelle ein anderes Funktionsmodul (auch vom Netzwerk) gewählt, erscheint daraufhin dessen erste Ausgangsvariable. Eine analoge Größe (Temperatur, Rechenergebnis) ist nicht zur Frei-gabesteuerung geeignet. Eine Freigabesteuerung kann immer nur ein Schalter, also eine digitale Größe wie z.B.: der Ausgangszustand eines schon eingetragenen Funktionsmoduls, sein. Besitzt ein Modul mehrere Ausgangsvariable, besteht auch die Wahl zwischen diesen Variablen.
Soll die Freigabe durch einen Digitaleingang, Ausgang oder ein anderes Modul erfolgen, besteht weiters die Wahl der Freigabe durch normal bzw. invers der eingetragenen Steuerleitung. So kann ein Modul auch durch den Abschaltzustand eines anderen freigegeben werden.
Anzeigebeispiel aus der Eingangsvariablen “FREIGABE PUMPE:” des Funktionsmoduls HEIZKREISREG. Die Heizkreispumpe darf nur laufen, wenn über das Funktionsmodul LADEPUMPE nicht gerade die Boilerladung aktiv ist (Boilervorrang):

Displayausgabe Erklärung
FREIGABE PUMPE:
Quelle: LDPUMPE 1 Freigabe über das Modul mit dieser Bezeichnung
1 : Stat.Ladepump über den Ausgangsstatus des Moduls
Modus: invers über den inversen Ausgangsstatus der Moduls
Status: EIN Heizkreispumpe ist zurzeit freigegeben

Die Freigabe der Heizkreispumpe wird also vom Funktionsmodul LADEPUMPE mit der Bezeichnung LDPUMPE1 gesteuert. Da der Modus invers ist, erfolgt die Freigabe immer wenn die Ladepumpe steht. Dies ist momentan auch der Fall, weil der Status der Freigabe EIN (freigegeben) anzeigt.\\
Durch weiterscrollen erscheinen nach den Freigaben die nächsten Eingangsvariablen des Moduls HEIZKR.2:

Displayausgabe
RAUMTEMPERATUR:
Quelle: Eingang
12 : T.Raum2
VORLAUFTEMPERATUR:
Quelle: Eingang
11 : T.Heizkr.VL2
usw.

Das Modul HEIZKR.2 benötigt also noch weitere Eingangsinformationen wie die Raumtemperatur, Vorlauftemperatur usw. Wie bei der Eingangsvariablen “FREIGABE” kann als Quelle der Temperaturen über Netzwerk auch ein Geräteeingang eines Gerätes aus dem CAN- Netzwerk festgelegt werden. So ist es möglich, die Information der Außentemperatur an mehrere Regler zu übergeben.

Ausgangsvariable

stellen das Ergebnis eines Funktionsmoduls dar. Sie können direkt zum Schalten eines Hardwareaus-gangs verwendet werden oder sind die Eingangsvariable eines weiteren Moduls. Soll diese Ausgangs-variable direkt zum Schalten einer Pumpe verwendet werden, so lässt sich die entsprechende Zuord-nung im betreffenden Menü “AUSGANGSVARIABLE” des Moduls zuordnen. Die Ausgangsvariable steht mit oder ohne Zuordnung zu einem tatsächlichen Ausgang den anderen Modulen als Eingangsva-riable immer zur Verfügung.
Unser vorangegangenes Beispiel, das Solarreglermodul, bildet normalerweise aus einer Differenz- samt Thermostatfunktion einen Ausgang (z.B.: Differenz bereits erreicht, Speichertemperaturbegren-zung noch nicht erreicht ⇒ Ausgangsvariable = EIN). Diese Information kann unter “Ausgangsvariab-le” nun einem Hardwareausgang zugeordnet werden. Anzeigebeispiel (wir befinden uns bereits im Menü der Funktion 6 = SOLAR 1):

Displayausgabe Erklärung
BEZ.: SOLAR 1
EINGANGSVARIABLE:
AUSGANGSVARIABLE:
KOLLEKTORTEMPERATUR: weitere Textzeilen durch Scrollen

Nach dem Einstieg in des Menü “AUSGANGSVARIABLE:” zeigt sich folgendes Menü:

Displayausgabe
SOLAR 1
SOLARKREIS:
STATUS: AUS
AUSGANG:
1 2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14
15 (=analog=) 16

Die Ausgangsvariable hat gerade den Zustand (Status) AUS, d.h. entweder ist zurzeit die erwünschte Temperaturdifferenz nicht erreicht oder die Speicherbegrenzung schon überschritten. Nun soll die Variable dem tatsächlichen (Hardware-) Ausgang 1 zugeordnet werden.
Dazu den Zeiger auf 1 bewegen und mit dem üblichen Vorgang - / drücken / die 1 dunkel hinterlegen / drücken - die Zuordnung treffen. Das Display zeigt nun:

Displayausgabe Erklärung
SOLAR 1 oberhalb des sichtbaren Bereichs
SOLARKREIS:
STATUS: AUS
AUSGANG:
1 2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 unterhalb des sichtbaren Bereichs
15 (=analog=) 16

Somit wirkt die Funktion SOLAR 1 auf tatsächlichen Ausgang 1.

In einer Solaranlage mit mehreren Verbrauchern wird oft eine gemeinsame Pumpe mit Ventilen einge-setzt. Wir treffen daher folgende weitere Annahme:
Zweikreis- Solaranlage mit gemeinsamer Pumpe und Dreiwegeventil Ausgang 1 = gemeinsame Pumpe Ausgang 3 = Dreiwegeventil

In diesem Beispiel muss also in SOLAR 2 sowohl der Ausgang 1 als auch der Ausgang 3 aktiviert werden (1 und 3 dunkel hinterlegt). In der Funktion SOLAR 1 ist bereits korrekt der Ausgang 1 laut obigem Beispiel zugeordnet.
Das Display zeigt nun:

Displayausgabe Erklärung
SOLAR 2 oberhalb des sichtbaren Bereichs
SOLARKREIS:
STATUS: AUS
AUSGANG:
1 2 3 4 5 6 7 8
9 10 11 12 13 14 unterhalb des sichtbaren Bereichs
15 (=analog=) 16

Somit würde SOLAR 1 mit Ausgang 1 (nur mit der Pumpe) den ersten Solarkreis schalten und SOLAR 2 mit Ausgang 1 und 3 (Pumpe und Ventil) den zweiten.
Unabhängig davon, ob alle diese Zuordnungen getroffen wurden oder nicht, steht die Variable für andere Funktionsmodule zur Verfügung. Die Ausgangsvariable (Schaltzustand Pumpe ein/aus) aus SOLAR 2 und ev. auch aus SOLAR 1 aus unserem Beispiel kann dem Modul PID-REGELUNG (Drehzahlregelung) als Eingangsvariable zuge-ordnet werden. Damit lässt sich über die Eingangsvariable “FREIGABE” der Start der Drehzahlrege-lung für die gemeinsame Solarpumpe schalten.

Bei der Heizungsreglerfunktion stehen folgende Ausgangsvariable zur Verfügung:

  • Vorlaufsolltemperatur - zur Weiterverwendung in der Brenneranforderung
  • effektiv wirksame Raumtemperatur - als Sollwert für die Drehzahlregelung, wenn an Stelle des Mischers die Raumtemperatur nur durch das Modul PID-REGELUNG über die Umwälzpumpe geregelt wird
  • Heizkreispumpe - wird den entsprechenden Hardwareausgang schalten
  • Mischer ein/aus - Zuordnung zu den zwei Hardwareausgängen Mischer AUF / ZU
  • Wartungsbetrieb – EIN wenn die Wartungsfunktion den Betrieb des Heizkreises erzwingt
  • Frostschutzbetrieb – EIN wenn der Heizkreis im Frostschutzbetrieb läuft

Typische Funktionsparameter

sind Einstellwerte, die es dem Anwender ermöglichen, den fertigen (also mit allen Funktionsmodulen vorprogrammierten) Regler auf seine Anlageneigenschaften anzupassen.
Im Modul SOLARREGELUNG sind das Parameter wie Ein- und Ausschaltdifferenz, Maximalbe-grenzung zu den möglichen Sensoren (Speicher oben und unten usw.). Im Modul HEIZKREISREGELUNG wären es Parameter wie Heizkennlinie, gewünschte Raumtemperatur im Heiz- und Absenkbetrieb udgl. Zusätzlich erlauben in einigen Modulen die Funktionsparameter der Zeitfenster eine zeitgesteuerte Freigabe bzw. Blockade des Moduls oder von Modulteilen. Pro Funktionsmodul stehen maximal 5 Zeitprogramme mit je 3 Zeitfenstern zur Verfügung. Jedes Zeitprogramm kann wieder getrennt belie-bigen Tagen zugeordnet werden.
Da die Funktionsparameter ein wesentlicher integrierter Teil eines Funktionsmoduls sind, werden sie ausführlich in der Beschreibung der einzelnen Funktionsmodule behandelt.

Zeitprogramme

sind fast in jedem Funktionsmodul gleich aufgebaut und können hier daher allgemein beschrieben werden.
Wir treffen nun wieder eine Annahme: Das Modul HEIZKREISREGELUNG wurde bereits zweimal als Funktion (F3 = HEIZKR.1, F4 = HEIZKR.2) mit jeweils zwei Zeitprogrammen definiert und nun wollen wir für den “HEIZKR.2” für die Werktage und das Wochenende getrennte Zeitprogramme festlegen.
Wir befinden uns bereits im Menü „FUNKTIONEN“ und scrollen zur Anzeige:

Displayausgabe Erklärung
HZ_ANF.1 PAR? verbleibender Text aus Funktion 2
3: HEIZKREIREG.
HEIZKR.1 PAR?
4: HEIZKREIREG.
HEIZKR.2 PAR?

Und nach dem Einsteigen in “HEIZKR.2”:

Displayausgabe Erklärung
BEZ.: HEIZKR.2
FUNKTIONSSTATUS:
EINGANGSVARIABLE:
AUSGANGSVARIABLE:
BETRIEB: RAS weitere Textzeilen durch Scrollen
NORMAL
RAUMTEMPERATUR:
T.raum.IST: 20.7 °C
T.raum.ABSENK: 15 °C
T.raum.NORMAL: 20 °C
ZEITPROG.:

Nach dem Einstieg in das Menü “ZEITPROG.:” werden alle Zeitprogramme mit ihren Zeitfenstern aufgelistet. Anzeigebeispiel:

Displayausgabe Erklärung
Mo Di Mi Do Fr Sa So
05.00 - 07.00 Uhr
12.00 - 22.00 Uhr
00.00 - 00.00 Uhr Zeitfenster nicht verwendet

Soll nun das erste Zeitprogramm für Montag bis Freitag gelten, so sind diese fünf Symbole nacheinan-der dunkel zu hinterlegen - mit der üblichen Bedienung (wählen / drücken / dunkel hinterlegen / drü-cken ….). Anzeigebeispiel:

Displayausgabe
Mo Di Mi Do Fr Sa So
06.00 - 07.30 Uhr
12.00 - 21.00 Uhr
00.00 - 00.00 Uhr

Das erste Zeitprogramm ergibt während der Werktage (Mo - Fr) zwei Heizzeiten und zwar von 6.00 bis 7.30 Uhr und von 12.00 bis 21.00 Uhr.
Bei der Erstparametrierung eines Funktionsmoduls wird nur ein Zeitprogramm vorgeschlagen. Dies lässt sich auf bis zu fünf Zeitprogramme ändern, bevor der Eintrag des Moduls in die Funktionsliste mit “Funktion hinzufügen?” eingetragen wird. Zur Änderung der Anzahl der Zeitfenster und -Programme eines bereits eingetragenen Funktionsmoduls besitzt jedes Modul an dessen Menüende (scrollen, scrollen …) folgende Einträge:

Displayausgabe
FUNKTION LOESCHEN
FUNKTION AENDERN
FUNKTION EINFUEGEN

Über “FUNKTION ÄNDERN” erscheint für obiges Beispiel folgendes Menü:

Displayausgabe
TYP.: HEIZKREIREG.
BEZ.: HEIZKR_2
Umfang ZEITPROGRAMM:
Anzahl Progr.: 1
Anzahl Fenster: 3

mit Sollwert? nein Hier lässt sich also die Anzahl der gewünschten Zeitprogramme sowie die Anzahl der Fenster pro Programm erneut festlegen. Die Frage “mit Sollwert? nein” bedeutet, dass für alle Zeitprogramme der gleiche Sollwert des Moduls (z.B.: gewünschte Raumtemperatur während der Heizzeiten) verwendet wird. Der Befehl “mit Sollwert ja” ermöglicht es im betreffenden Modul, jedem Zeitfenster jedes Zeitprogramms einen getrennten Sollwert zuzuordnen. Damit ist im Beispiel HEIZKREISREGELUNG für jede Heizzeit eine eigene Raumtemperatur möglich. Sobald die Zuordnung erfolgt ist (z.B.: 2 Programme mit je 3 Zeitfenstern), muss die Änderung quit-tiert werden = an das Menüende scrollen und ÄNDERN? mit ja bestätigen.

Bereits eingetragene Funktionen können jederzeit gelöscht werden. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn bereits Funktionsdaten eines ähnlichen Projektes vorliegen und nur geringfügige Änderungen vorgenommen werden müssen. Dazu steht am Menüende jedes Funktionsmoduls der Befehl “FUNKTION LOESCHEN” zur Verfügung. Der Befehl “FUNKTION EINFUEGEN” erlaubt es, vor dem momentan gewählten Funktionsmodul ein weiteres zu setzen. Somit kann jederzeit ein Funktionsmodul eingefügt werden, das der Übersicht halber nach oder vor einem anderen stehen soll.

Funktionsstatus

Funktionsmodule besitzen eine Vielzahl von Funktionsparametern, die die Ausgangsvariablen entspre-chend beeinflussen. Es ist daher nicht einfach nachvollziehbar, warum ein Ausgang gerade gesperrt oder freigegeben ist. Im Modul HEIZKREISREGELUNG bestimmen etwa zehn Funktionsparameter wie Freigabe, Betriebsart, Abschaltbedingungen usw. die Freigabe der Heizkreispumpe. Um einen raschen Überblick über den Status zu erhalten, steht am Anfang jedes Grundmenüs der Eintrag “FUNKTIONSSTATUS”. In diesem Submenü sind alle wirksamen Funktionsteile aufgelistet, wobei ein am rechten Zeilenrand die Freigabe anzeigt. Jeder Funktionsteil, der keinen Haken am Zeilenende besitzt, führt momentan zu einer Sperre der Ausgangsvariablen (des Ausgangs).

Anzeigebeispiel:

Displayausgabe
FREIGABE HEIZKR.2
FREIGABE PUMPE
FREIGABE MISCHER
HEIZKREISPUMPE:
Status: AUS
MISCHER:
Status: aus
Restlaufz.: 0.0 Sek
FROSTSCHUTZBETRIEB
BEGRENZ. Tvorl.SOLL
T.vorl.: SOLL < MAX
T.vorl.: SOLL > MIN
SCHALTBEDINGUNGEN:
T.raum.: IST < SOLL
T.vorl.: SOLL > MIN

In diesem Beispiel ist die Heizkreispumpe momentan gesperrt (Status = AUS), weil die festgelegte Raumtemperatur überschritten ist (T.raum.: IST < SOLL).
Zusätzlich zu den maßgeblichen Funktionsteilen werden in diesem Submenü immer auch alle Aus-gangsvariablen mit ihrem aktuellen Ausgangsstatus angegeben.

uvr1611/benutzeroberflaeche/funktionen.txt · Zuletzt geändert: 10/10/2011 08:50 (Externe Bearbeitung)
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