MENÜ Funktionsübersicht

Alle Funktionsmodule bieten eine Fülle von Informationen, Messwerten und Parametern, die über das Menü “Funktionen” abrufbar sind. Um dem Anwender die Übersicht über die wesentlichen Einstellungen zu erleichtern, kann der Experte mit Hilfe des “Benutzer-Oberflächeneditors” die für den Anwender wesentlichen Informationen aus allen Menüs angeben. Diese erscheinen später im Menü “Funktionsübersicht”. In das Menü “Funktionsübersicht” sollten ausschließlich die wichtigen Informationen und Parameter eingetragen werden, da ansonsten der “Übersichtscharakter” verloren geht. Somit stellt dieses Menü die mit Abstand wichtigste Schnittstelle zum Benutzer dar.

Für eine Anlage mit je einem Heizkreis, Wärmemengenzähler und Schornsteinfegerfunktion ergibt sich folgendes Anzeigebeispiel:

Displayausgabe
HEIZKR.1 F: 5
ETRIEB: ZEIT/AUTO
T.raum.ABSENK: 15 °C
T.raum.NORMAL: 20 °C
ZEITPROG.:
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
SCHORNSTF F: 9
FUNKTION STARTEN
Status: AUS
Laufzeit: 0 Min
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
WMZ F:13
LEISTUNG: 6.81 kW
WAERMEMENGE:
544.7 kWh

Über die linke Taste ist ein Hilfsmenü erreichbar, das die Grundbedienung des Gerätes erklärt. Ferner schaltet der Computer automatisch nach dem Einschalten und nach einigen Minuten, während der kein Bedienelement benützt wird, aus jedem Menü auf die Funktionsübersicht um, sofern die Automatikop-tion im Benutzermenü aktiviert wurde (empfohlen).

Codezahl für Fachmann

Um eine Freigabe aller Einstellparameter zu ermöglichen, im Grundmenü des Gerätes in die Funktion “Benutzer” einsteigen und nach der Wahl “Fachmann:” als Codezahl das Ergebnis von 2 6 eingeben!

Der Benutzer- Oberflächeneditor

Um den Dialog zwischen Anwender und Regler möglichst einfach zu halten, ist es in einem freipro-grammierbaren Regler zwingend erforderlich, über ein automatisch zuschaltbares Übersichtsmenü aus der Fülle von Informationen nur die wesentlichen, für den Anwender interessanten, anzuzeigen. Dazu dient in diesem Gerät die FUNKTIONSÜBERSICHT.
Mit Hilfe des “Benutzer-Oberflächeneditors” ist es dem Experten jederzeit möglich, diese Übersicht zu erstellen. Der Dialog ist, dem möglichen Umfang entsprechend, aufwändig und wird erst durch die PC- Benutzeroberfläche TAPPS vereinfacht. Das sie eine verständliche (und die wichtigste) Oberflä-che für den Endkunden darstellt, ist ihre Programmierung auf jeden Fall zu empfehlen.
Der Befehl ist im Menü BENUTZER als Eintrag “BENUTZER- OBERFL.EDITOR” zu finden. Nach dem Aufruf steht der Cursor links im Display. Durch den Einstieg (Scrollrad drücken) kann aus fol-genden Befehlen gewählt werden:

Q… Es ist im folgenden Dialog eine Quelle für den Eintrag anzugeben. Der erste Eintrag aus einer “Quelle” beginnt immer mit diesem Befehl. Der nächste Quell- Befehl schließt den vorhergehen-den ab und öffnet einen neuen.

A… Sofern es sich im folgenden Eintrag um eine einstellbaren Wert handelt, darf er auch vom Anwen-der geändert werden. Anwenderbereich A

B… — „ — Anwenderbereich B

C… — „ — Anwenderbereich C

F… Sofern es sich im folgenden Eintrag um einen einstellbaren Wert handelt, darf er nur vom Fach-mann und Experten, nicht aber vom Anwender geändert werden.

E… Sofern es sich im folgenden Eintrag um einen einstellbaren Wert handelt, darf er vom Experten geändert werden. Dieser Eintrag ist für den Fachmann sichtbar, wird jedoch für den Anwender ausgeblendet.

> … Zeilen einfügen. Oberhalb der momentanen Position (Zeile) sollen noch eine Anzahl von Informa-tionen eingefügt werden.

< … Zeilen löschen. Einschließlich der momentanen Zeile wird eine Anzahl von Informationen unter-halb der Zeile gelöscht.

– … Leerzeile, die nur im Editor erscheint und an deren Stelle jederzeit ein Eintrag vorgenommen werden kann.

Die Anwenderbereiche A, B und C sind nur in Verbindung mit dem CAN Monitor wichtig. Am Gerät selbst macht es keinen Unterschied, ob ein Eintrag als A, B oder C eingetragen wird.

Annahme: Haus mit drei Parteien (drei Heizkreise in einem Regler), die alle einen eigenen CAN-Monitor besitzen:
Jede Partei sollte nur auf den eigenen Heizkreis zugreifen können daher wird in der Funktionsübersicht der erste Heizkreis auf Anwenderbereich A programmiert, der zweite auf B und der dritte auf Anwen-derbereich C. Am CAN Monitor kann der Experte die Anwenderebene (z.B. A) einstellen. So ist si-chergestellt, dass der Anwender A nur seinen Heizkreis am CAN Monitor sieht.

Programmierbeispiel

Als Beispiel sollen in der Funktionsübersicht das Datum, die Uhrzeit (beides auch für den Benutzer veränderbar) und die Kollektortemperatur erscheinen. Dazu wird der Befehl Q (Quelle) aufgerufen. Das Display zeigt:

Q Benutzer

Benutzer stellt eine Besonderheit dar, da es als einziges Wort nichts mit Befehlen oder Einträgen der Menüs gemeinsam hat und als einzige Quell- Angabe keine Überschrift erzeugt. Es dient nur der An-gabe des Datums und der Uhrzeit (Normal- Sommerzeit). Nach der Eingabe der (Informations-) Quelle wird in der folgenden Zeile A eingetragen. Somit kann also der Anwender den Wert ändern. Es er-scheint sofort das aktuelle Datum.

Q Benutzer
A Fr. 02.05.2003

Beim Anlegen der nächsten Zeile mit A erscheint wieder das Datum. Dieses kann auf Sommerzeit (oder Normalzeit = Winterzeit, je nach Datum) geändert werden. In der Funktionsübersicht erscheint später zum Begriff (zB.: Sommerzeit) die momentane Uhrzeit. Das Display zeigt nun:

Q Benutzer
A Fr. 02.05.2003
A Sommerzeit:

Für den Eintrag der Kollektortemperatur ist wieder der Befehl Q erforderlich, aber an Stelle von Benutzer wird Eingang gewählt, da diese Information im Eingangsmenü steht:

Q Benutzer
A Fr. 02.05.2003
A Sommerzeit:
Q Eingang

Jeder Aufruf des Befehls Q ergibt in der Funktionsübersicht später einen Trennbalken über die volle Displaybreite als Zeichen einer neuen Funktion sowie deren Überschrift (laut Beispiel: Eingang). In der nächsten Zeile wird mit F die Kollektortemperatur festgelegt. Grundsätzlich ist es egal, ob bei einer nicht veränderbaren Information wie der Kollektortemperatur A, E oder F gewählt wird. Aus Sicherheitsgründen sollte im Zweifelsfall (ist sie wirklich nicht veränderbar?) F gewählt werden.

Q Benutzer
A Fr. 02.05.2003 Datum
A Sommerzeit: Uhrzeit
Q Eingang Trennbalken und Überschrift EINGAENGE
F 1: T.Kollektor Dazu wird immer auch die Information (Temperatur) angezeigt

Die Funktionsübersicht würde nun folgendermaßen aussehen:

Displayausgabe
Fr. 02. 05. 2003
Sommerzeit: 13:08
- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
EINGAENGE
1: T.Kollektor
86.7 °C

Tipps und Tricks

  • Die Befehle Löschen < und Einfügen > benötigen eine Angabe der Zeilenanzahl.
  • Für den Anwender erhöht sich der Überblick durch die Reihenfolge der angelegten Information. Die Wartungs- und Heizungsreglerfunktionen immer zuerst anlegen.
  • Jeder Quell- Befehl Q fügt in der Funktionsübersicht einen Trennbalken sowie den Namen der “Quelle” ein und wird immer dann verwendet, wenn Informationen einer weiteren Funktion ange-legt werden. D.h. Q steht immer am Beginn jeder Funktion.
  • So lange kein neuer Quell- Befehl gesetzt wird, besteht in den folgenden Zeilen nur die Wahl aus Informationen der zuletzt angelegten Funktion.
  • Durch die Wahl eines Geräteein- oder Ausgangs erscheinen in der Funktionsübersicht zur Über-schrift automatisch die entsprechenden Werte (Temperatur bzw. Auto- Hand Umschaltung).
  • Bei der Eintragung von Ausgängen, die Mischer zugeordnet sind, darf immer nur jener mit der kleineren Zahl (z.B. Mischer auf 8,9 dann 8!) angegeben werden.
  • Die Einträge von EIN- bzw. AUSGANGSVARIABLE ist zwar zulässig und ermöglicht aus der Funktionsübersicht den tatsächlichen Einstieg in dieses Menü, bringen dem Benutzer aber keine nennenswerten Informationen. Sie wirken daher eher verwirrend und sollten nicht angewendet werden. Außerdem:
  • Durch den Aufruf einer Funktion (über Q) wird in der Übersicht automatisch immer die Über-schrift der gewählten Funktion eingetragen, die dem Anwender den direkten Einstieg in die Funk-tion erlaubt. Er kann somit aus der Übersicht alle Bereiche der angewählten Funktion erreichen.
  • Alle betreffenden Einträge werden automatisch gelöscht, wenn der Experte diese Funktion im Menü Funktionen löscht oder in eine andere ändert.
  • Eine angelegte Überwachungsfunktion der Anlage aus dem Modul “Meldungen” wird immer am Beginn der Funktionsübersicht eingetragen aber nur dann, wenn sie auch wirklich aktiv ist.
  • Um den Überblick über die Funktionsübersicht zu behalten, sollten wirklich nur die wichtigsten Informationen eingetragen werden.
  • Es gibt nur wenige Parameter (hauptsächlich aus der Funktion Heizkreisregler), die sich zur Ein-stellung durch den Benutzer eignen. Es wird daher ein sparsamer Umgang mit dem Befehl A (Anwender darf Wert ändern) empfohlen.
  • Veränderbare Parameter (Sollwerte) können in der Funktionsübersicht (wie auch in den Funktio-nen selber) nicht verstellt werden, wenn es sich dabei um Sollwerte handelt, die über EINGANGSVARIABLE aus einer anderen Funktion übergeben werden.
  • Der Anwender sieht nur „eine Ebene höher“; also jene Informationen, die mit den Befehlen A (B, C) und F angelegt wurden. Erst der Fachmann sieht auch die mit E (Experte) gekennzeichneten In-formationen, aber ohne Erlaubnis diese zu verändern.
uvr1611/benutzeroberflaeche/funktionsuebersicht.txt · Zuletzt geändert: 10/10/2011 08:50 (Externe Bearbeitung)
Nach oben
chimeric.de = chi`s home Creative Commons License Valid CSS Driven by DokuWiki do yourself a favour and use a real browser - get firefox!! Recent changes RSS feed Valid XHTML 1.0

Doku     Technische Alternative    

Diese Dokumentation zur UVR1611 wurde
erstellt von Technische Alternative.