Funktionsmodul Schaltuhr

Grundschema:

EingangsvariableAusgangsvariable
Freigabe SchaltuhrZeitbedingung erfüllt
BlockadeeingangSollwert (wenn dem Zeitfenster eine Temperatur zugeordnet wird)

Einfache Funktionsbeschreibung:

Als frei verwendbare Schaltuhr ist diese Funktion für vielseitig einsetzbar. So ist eine Zeitsteuerung von Schwimmbadfilterpumpen oder Lüftermotoren in Luftheizungen denkbar. Der Funktionsblock ist vom Bedienungsaufbau ident mit allen anderen Zeitschaltfunktionen, wie z.B. in der Heizungsreglerfunktion. Wird die Funktion Schaltuhr einer anderen Funktion (z.B. Ladepumpe) als EINGANGSVARIABLE / FREIGABE vorgeschaltet, erhält die betreffende Funktion zusätzliche Zeitbedingungen. Wie für alle anderen Funktionsblöcke gilt auch hier: Die Schaltuhr kann mehrfach in die Funktionsliste eingetragen werden; d.h. es sind mehrere Schaltuhren verfügbar.

Besonderheiten:

  • Beim Anlegen der Funktion erscheint neben den Fragen bezüglich des Umfangs (Zeitprogramme, Fenster) noch die Frage: “mit Sollwert?” ja/nein. nein führt zu einer normalen digitalen Schaltuhr. Über ja kann der Benutzer jedem Zeitfenster eine Temperatur zuordnen, die später entsprechend der Zeitfenster als Ausgangsvariable zur Verfügung steht.
  • Wird bei der Eingangsvariablen BLOCKADEEINGANG als “Quelle” Benutzer angegeben, so entsteht eine einfache Schaltuhrfunktion.
  • Wird der Eingangsvariablen BLOCKADEEINGANG als “Quelle” eine andere Funktion zugeordnet, so kann die Schaltuhr über Ereignisse für eine bestimmte Zeit blockiert werden.

Beispiel:

Schaltuhr mit zwei Zeitprogrammen mit je drei Zeitfenstern

Gesamte Menüansicht:

Displayausgabe Erklärung
EINGANGSVARIABLE:
AUSGANGSVARIABLE:
Mo Di Mi Do Fr Sa So das erste Zeitprogramm ist an allen Werktagen aktiv
06.00 - 07.30 Uhr Werktags wird um 6.00 Uhr ein- und um 7.30 ausgeschaltet
12.00 - 21.00 Uhr usw.
00.00 - 00.00 Uhr Zeitfenster nicht verwendet
Mo Di Mi Do Fr Sa So das zweite Zeitprogramm ist am Wochenende aktiv
05.00 - 07.00 Uhr es wird um 5.00 Uhr ein- und um 7.00 ausgeschaltet
12.00 - 22.00 Uhr usw.
00.00 - 00.00 Uhr Zeitfenster nicht verwendet

Bei Verwendung des Blockadeeingangs durch eine andere Funktion erscheint nach der Zeitmatrix:

Displayausgabe Erklärung
Min.Zeit Blockadebed:
0 Tage 5.0 Min Die Bedingung muss mindestens fünf Minuten erfüllt sein
Blockierz. Schaltuhr
0 Tage 10.0 Std Dann wird die Schaltuhr für zehn Stunden blockiert

Als weiteres Beispiel soll der Legionellenschutz dienen. Dabei wird mit Hilfe der Schaltuhrfunktion täglich abends der Speicher auf 60°C zum Schutz vor Legionellenbildung aufgeheizt. Wurde tagsüber bereits diese Temperatur (z.B. durch die Solaranlage) erreicht, ist das Nachheizen nicht sinnvoll und wird blockiert: Eine Vergleichsfunktion (Thermostat) am Blockadeeingang lässt den ersten Zähler (“Min.Zeit Blockadebed”) laufen, so lange der Boiler wärmer als 60°C ist. Wird die eingestellte Zählerzeit erreicht (5 Minuten), blockiert ein zweiter Zeitzähler die Schaltuhr so lange, bis er abgelaufen ist (10 Stunden). Somit wird der Speicher abends nicht zusätzlich fossil oder elektrisch beheizt, wenn bereits tagsüber die schützende Temperatur aufgetreten ist. Die Schaltuhr wird zwar schon ab Erreichen der ersten Zählerzeit (“Min.Zeit Blockadebed”) blockiert, der zweite Zähler (Blockierz. Schaltuhr) beginnt aber erst zu laufen, wenn der Blockadeeingang auf den Zustand “AUS” zurückfällt.

uvr1611/funktionen/schaltuhr.txt · Zuletzt geändert: 10/10/2011 08:50 (Externe Bearbeitung)
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