Hinweise für den Störfall

Keine Anzeige weist auf einen Spannungsausfall hin. Daher ist zuerst die Sicherung(6,3A; flink) zu kontrollieren, die das Gerät und die Ausgänge(Pumpen, Ventile, …) vor Kurzschluss und in Verbindung mit dem integrierten Überspannungsschutz vor Überspannung schützt.

Realistische Temperaturwerte aber ein Fehlverhalten der Ausgänge deuten auf falsche Einstellungen oder Klemmung hin. Lassen sich die Ausgänge im Handbetrieb EIN und AUS schalten, ist das Gerät funktionsfähig und es sollten alle Einstellungen sowie die Klemmung überprüft werden.

  • Führen Dauerlauf und Stillstand am Ausgang zur entsprechenden Reaktion? D.h. läuft bei händischer Aktivierung der Solarpumpe wirklich diese Pumpe, oder geht vielleicht anstelle der Solarpumpe die Heizkreispumpe in Betrieb?
  • Sind alle Fühler mit den richtigen Klemmen verbunden (Erwärmung des Sensors mittels Feuerzeug und Kontrolle der Temperaturanzeige)?

Ist an der Anlage trotzdem kein Fehler zu finden, empfiehlt es sich, einen Datenlogger (Bootloader oder D-LOGG USB) an der Anlage zu installieren und die Temperaturverläufe und Schaltzustände mitzuprotokollieren. Ausgang 14 muss dabei auf Datenleitung gestellt werden.

Falsche Temperaturen können folgende Ursachen haben:

  • Anzeigende Werte wie -999 bei einem Fühlerkurzschluss oder 9999 bei einer Fühlerunterbrechung müssen nicht unbedingt einen Material- oder Klemmfehler bedeuten. Ist im Eingangsmenü die richtige Fühlertype gewählt (KTY, PT1000, RAS, GBS, …)?
  • Die Überprüfung eines Sensors kann auch ohne Messgerät durch Vertauschen des vermutlich defekten Fühlers mit einem funktionierenden Fühler an der Klemmleiste und Kontrolle der Temperaturanzeige erfolgen. Wandert der Fehler mit, liegt das Problem am Fühler. Bleibt das Problem am selben Eingang des Gerätes bestehen, liegt es entweder an der Einstellung der Fühlertype oder der Eingang selbst ist defekt (z.B.: defekter Überspannungsschutz).

Eine Kontrolle der Sensoren mit einem Multimeter (Ohmmeter) muss folgende Werte ergeben:

Manuelles Schalten eines Ausganges nicht möglich

  • Handelt es sich dabei um einen drehzahlregelbaren Ausgang (A1, A2, A6 oder A7) und ist dieser tatsächlich auf Drehzahlregelung gestellt, sollte bei HAND/EIN auch auf die Drehzahlstufe im Handbetrieb geachtet werden. Zum Testen der Grundfunktion der Pumpe am besten auf Stufe 30 stellen.
  • Elektronische Pumpen können aufgrund ihres internen Aufbaus nicht drehzahlgeregelt werden! Der Anschluss an einen der Ausgänge A1, A2, A6 oder A7 als Schaltausgang ist aber möglich
  • Sollte mit einem drehzahlregelbaren Ausgang (auch parallel zu einer Pumpe) ein Ventil oder Schütz angesteuert werden, ist dieser Ausgang als Schaltausgang zu parametrieren, da eine Drehzahlregelung an einem solchen Verbraucher nicht funktionieren kann!
  • Drehzahlregelbare Ausgänge können kleine Lasten (<5 W, z.B.: Ventil, Schütz…) unter Umständen nicht zuverlässig schalten. Dies gilt besonders für den Ausgang A1 mit seinem integrierten Netzfilter, der nur mit einer Mindestlast ≥ 20W betrieben werden kann. Wird mit einem drehzahlregelbaren Ausgang (A2, A6, A7) nur eine kleine Last angesteuert, ist für ein zuverlässiges Schalten eine zusätzliche Parallellast oder das folgende RC- Glied erforderlich.

  • Bei den Ausgängen 5, 12 und 13 ist darauf zu achten, dass diese grundsätzlich potentialfrei sind und keine Spannung führen. Das direkte Schalten eines 230V Verbrauchers ist daher erst nach entsprechender Verdrahtung möglich.
  • Ist es nicht möglich einen Ausgang im Handbetrieb EIN oder AUS zu schalten, weil der Cursor am Gerät nicht neben den entsprechenden Parameter positioniert werden konnte, gibt es folgende zwei Möglichkeiten:
    • Eine Meldung ist jetzt gerade aktiv und schaltet den entsprechenden Ausgang dominant EIN oder AUS (Anzeige der Meldung in der Funktionsübersicht). In diesem Fall ist kein Handbetrieb möglich.
    • Die Einstellung Anwendersperre (Ausgänge) wurde vom Experten auf ja gestellt. Dadurch ist die manuelle Bedienung der Ausgänge nur dem Fachmann oder Experten vorbehalten.

Fehlerbehebung - Hardware

Im Fall eines eindeutigen Hardwaredefektes bitte das Gerät zur Reparatur an den Händler bzw. Hersteller senden. Es ist dabei unerlässlich, dem Gerät eine Fehlerbeschreibung beizulegen, die den Defekt beschreibt (Die Aussage „Gerät defekt, bitte um Reparatur“ ist dabei zuwenig) (Formular downloaden). Nur so kann die Regelung prompt und kostengünstig wieder Instand gesetzt werden.

Fehlersuche – Programmierung

Eine Unterstützung durch den Hersteller bei der Fehlersuche ist mit entsprechender Dokumentation und ausreichenden Daten möglich. Dafür aber unbedingt notwendig sind:

  • Ein Hydraulikschema per Fax (beste Lösung) oder Email (WMF, JPG, ENG)
  • komplette Programmierung mittels TAPPS Dateien (Projektname.eng und Projektname.par) bzw. zumindest die Funktionsdaten per Email
  • Betriebssystem- und Bootsektorversion der Regelung
  • die vorhandenen LOG Dateien oder zumindest die (Temperatur-)Werte der Eingänge zu dem Zeitpunkt, an dem sich das Fehlverhalten an der Anlage zeigt
  • telefonischer Kontakt zur Beschreibung des Problems – eine schriftliche Fehlerbeschreibung genügt hier nicht und wird vom Hersteller nicht akzeptiert!
uvr1611/hinweise_stoerfall/hinweise_fuer_den_stoerfall.txt · Zuletzt geändert: 10/10/2011 08:50 (Externe Bearbeitung)
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